Raumklima + Physiologie

Raumklima

Konventionelle Systeme wie Heizkörper, Fußbodenheizung, Kaminöfen oder Kachelofenwarmluftheizungen produzieren überwiegend Konvektionswärme. Konvektion ist der Wärmetransport über bewegte Gase. Die Raumluft wird erwärmt, bekommt dadurch Auftrieb, streicht unter der Zimmerdecke entlang, kühlt sich ab auf ihrem Weg, fällt wieder zu Boden, strömt über den Boden in Richtung der Wärmequelle, um dort wieder erwärmt zu werden. Es entsteht also eine Luftwalze im Raum mit hoher Strömungsgeschwindigkeit. Der Temperaturunterschied zwischen Boden und Decke kann bis zu 20 Grad °C betragen und feinste Staubpartikel werden beständig in Schwebe gehalten.

Die geschlossene keramische Oberfläche des Grundofens liefert hauptsächlich Strahlungswärme. Langwellige, elektromagnetische Strahlung im unteren Infrarotbereich, kontinuierlich von der Ofenoberfläche abgegeben, durchdringt die Luft ohne sie sonderlich aufzuheizen. Trifft Wärmestrahlung auf Festkörper (Wände, Möbel, Menschen), werden diese erwärmt. Die Lufttemperatur bleibt angenehm zu atmen bei etwa 18-20 Grad C.

Eine wichtige Einflußgröße für das Raumklima ist die Luftionenkonzentration, die im Freien bei 400 – 1500 Kleinionen pro ccm Luft liegt. In geschlossenen Räumen docken die Kleinionen an größere Moleküle (Feinstaubpartikel) an, bilden Großmoleküle, Aerosole und sinken schließlich zu Boden. Verschmutzte Luft, starke elektrostatische Felder und heiße Metallflächen wie Heizkörper und Kachelofeneinsätze, lassen die Luftionenkonzentration schnell absinken und konvertieren negativ geladene zu positiv geladenen Ionen. Das heiße Holzfeuer im Grundofen mit seinem geringen Anteil ionisierender Strahlung wirkt als „Ionengenerator“ ausgleichend auf Konzentration und Ladung der Kleinionen.

Physiologische Wirkung

Konvektionswärme hat viele negative Wirkungen auf die Gesundheit. Ständig hoher Schwebstaubgehalt, sowie hohe Strömungsgeschwindigkeit der Atemluft trocknen die Schleimhäute des Respirationstraktes aus, was anfällig für Infektionen macht. Der eingeatmete Staub belastet Bronchien und Lunge, das fördert die Bereitschaft zu chronischen Atemwegserkrankungen und Allergien. Die zurückströmende Luft am Boden kühlt als Zugluft die Füße, während wärmere obere Luftschichten für einen “heißen Kopf” sorgen.

Warme Luft übt einen stärkeren Reiz auf die Thermosensoren der Haut aus als langwellige Wärmestrahlung. Über das Thermoregulationszentrum im Hypothalamus werden die oberflächlichen Blutgefäße erweitert (Vasodilatation) und der Körper transportiert mehr Wärme vom Kern an die Oberfläche. Die hohe Geschwindigkeit der Heizungsluft verursacht turbulente Strömungen an der Hautoberfläche. Dadurch wird wesentlich mehr Wärme abgetragen als bei laminarer Strömung in ruhigerer Luft. Dies bedeutet eine wesentlich schlechtere Energiebilanz des Körpers unter Konvektion als unter Strahlung. Denn die Infrarotstrahlung belässt die Luft kühler, dringt durch die Haut in tiefere Gewebeschichten, wärmt “von innen”. Ähnlich der Februarsonne, die trotz kühler Luft den Körper kräftig zu erwärmen vermag. Wie in therapeutischer Anwendung der Infrarotstrahlung verbessert die Wärmestrahlung des Grundofens periphere Stoffwechselprozesse, lindert Verspannungen und degenerative Gelenkerkrankungen und stimuliert Vitamin- und Hormonbildung (z.B. Erythropoetin). Die Kleinionenkonzentration der Raumluft sollte ähnlich der im Freien sein.

Starke Abweichungen nach unten, oben oder Verschiebungen in der Ladungsverteilung können Auslöser und Ursache verschiedener Erkrankungen sein. Häufige Symptome wie Kopfschmerz, Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Leistungsabfall in schlecht gelüfteten Räumen sind nicht etwa auf Sauerstoffmangel zurückzuführen, sondern auf die physiologisch ungünstige Luftionenkonzentration konventionell beheizter Räume. Das Holzfeuer des Grundofens im Wohnraum verbessert die Qualität der Raumluft enorm. Durch die weniger bewegte, staubärmere Luft ist der Kleinionenausfall geringer und das Feuer sorgt für ausreichenden Nachschub. Strahlungsklima mit geringerer Lufttemperatur, etwas höherer relativer Luftfeuchte und wesentlich weniger Schwebstaub, schont die Lunge und schützt die Schleimhäute vor Austrocknung.

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